Internet

Responsive Webdesign: Kann und soll man Websites umstellen?

Google hat angekündigt, ab dem 21. April 2015 in den Suchresultaten für Mobilgeräte jene Websites zu bevorzugen, die auch für kleine Bildschirme optimiert sind. Bisher waren diese lediglich  besonders gekennzeichnet. Für die Mobiloptimierung empfiehlt Google schon länger, Responsive Webdesign einzusetzten.

Viele Website-Betreiber stellen sich nun die immer drängendere Frage: Lohnt es sich, eine bestehende Website auf Responsive Webdesign umzustellen?

Alesa-Website auf Laptop und iPhone 5

Die Website von Alesa wurde mittels Responsive Webdesign und TYPO3 CMS umgesetzt.

Früher: Bewusster Verzicht auf teure Anpassungen

Anfangs der Zehnerjahre des aktuellen Jahrtausends war es noch nicht üblich, Websites so zu bauen, dass sie auf grossen und kleinen Bildschirmen gleichermassen gut und benutzerfreundlich funktionierten. Gerade für Firmen mit Geschäftskunden (B2B) stand der Büro-PC im Fokus – mit immer grösseren Bildschirmen. Das 2007 lancierte iPhone hatte den Siegeszug der Smartphones erst eingeläutet, die Bildschirme waren im Vergleich zu heute klein und pixelig. Ab 2010 kamen Tablet-Computer dazu, wer darauf Rücksicht nahm, baute Webseiten nicht zu breit und mit genügend grossen Bedienelementen, so dass sie auch auf Tablets bedienbar waren. Auf eine separate Mobilversion oder ein Responsive Webdesign wurde aus gutem Grund gerne verzichtet, da sie ein Webprojekt gut und gerne 30 bis 50 Prozent teurer machten.

Heute: Eine neue, mobile Internet-Welt ist entstanden

2015 ist die Welt eine andere: das iPhone ist das wichtigste Apple-Produkt überhaupt, Mobilgeräte entwickeln sich zum wichtigsten Internetzugang zumindest für Privatanwender. Unternehmen lassen Mitarbeitende private Geräte auch für das Geschäft nutzen oder stellen ihnen Smartphones zur Verfügung. Google kennzeichnet Treffer mit einem Hinweis «Für Mobilgeräte», wenn sie entsprechend optimiert sind – und belohnt sie demnächst mit einem besserem Ranking.

Trefferliste für "Sangiovese"

Während Wikipedia für Mobilgeräte eine optimierte Version bereitstellt, fehlt diese beim Weinlexikon auf Platz zwei.

Wer das Thema bisher umschifft oder verdrängt hat, kommt nun nicht mehr darum herum, die Darstellung seiner Webinhalte zu hinterfragen. Das Content-Management-System (CMS) mag noch aktuell und allen Anforderungen gewachsen sein, die Inhalte gepflegt und nützlich – wenn die Darstellung auf dem Smartphone nicht gut ist, wirkt eine Website einfach veraltet. So gesehen, drängt sich eine Anpassung auf. Auftraggeber stellen uns oft diese Fragen: «Lohnt es sich, vor wenigen Jahren erstellte Websites zu modernisieren? Ist eine Umstellung des Designs möglich? Was kostet ein Responive Webdesign?». Unsere Standardantwort: «Im Prinzip ja – lassen Sie uns darüber sprechen.»

Anpassungen an Konzept und Inhalten für mobile Anwender

Basierend auf einer Kurzanalyse und auf konzeptionellen Ideen gehen wir das Thema jeweils gemeinsam mit dem Auftraggeber an. Wir skizzieren neue Bedienelemente und neue Seitenstrukturen, ermitteln kritische Inhalte wie Tabellen und Formulare und diskutieren Anforderungen, die bei mobiler Nutzung oft anders sind als am PC. Ist die Reihenfolge von Elementen anzupassen? Wenn ja: Macht das die Redaktion oder der Webentwickler? – Meist geht es nicht ganz ohne Redaktionsarbeit, die der Auftraggeber aber selbst übernehmen kann.

Die Faustregel bleibt: 30 bis 50% der initialen Projektkosten für die Mobilversion

Eine neue Website für nur ein Drittel der Kosten – das ist ein attraktives Angebot! Denn nicht nur externe Aufwände, auch die inhaltlichen Anpassungen bleiben bei einer Überarbeitung oder Umstellung tief. Markant tiefer, als bei einem kompletten Redesign. Und selbst 50 Prozent sind eine sehr vernünftige Investition, wenn dadurch eine gut etablierte, umfangreiche Lösung wieder für mehrere Jahre Freude macht und Erfolg bringt. Technisch ist heute vieles machbar, die Tools haben sich bewährt.
Aber das Durchdenken der Anforderungen, das Konzept für die Anpassungen, das Feilen an Details sind nach wie vor unabdingbar für eine gute Lösung. Als Ausgangspunkt erläutern wir Ihnen gerne die Konzepte von neueren Websites wie www.bpk.ch und www.alesa.ch sowie die Erfahrungen mit solchen, die wir um einfache Responsive-Elemente ergänzt haben, wie www.semadeni.com. Beim langjährigen Kunden www.labmed.ch durften wir einen bestehenden Webauftritt auf Responsive Webdesign umstellen. – Alle diese Systeme basieren auf der bewährten Open-Source-Lösung TYPO3 CMS, die für eine lange Lebensdauer Gewähr bietet.

Immer noch unsicher? Fragen kostet nichts!

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