Produktion

Mitarbeiterporträt: hinter der Kamera

Die Medienvorstufe der Stämpfli AG verfügt in ihrer Bildabteilung über hochmoderne Techniken zur Bilderstellung und Bildbearbeitung. Die Fotos können direkt im eigenen Fotostudio oder auch vor Ort beim Kunden geshootet werden, und in den Bereichen Produktfotografie (Sachaufnahmen, Aufnahme von Verpackungen), Porträtfotografie und Businessfotografie (Corporate-Fotografie, Firmenporträt) werden attraktive Dienstleistungen angeboten. Für Beat Remund, der seit fünf Jahren in der Abteilung arbeitet, ist die Fotografie Beruf und Leidenschaft zugleich.

Bildbearbeitung im Fotostudio

Bildbearbeitung im Fotostudio

Interview

Redaktionsleitung: Welchen beruflichen Hintergrund hast du?

Beat Remund: Ich habe Lithograf gelernt und so die Entwicklung von der physischen Bildherstellung (Scan und Film) und der Repro-Kamera bis hin zur Digitalkamera und zur elektronischen Bildbearbeitung miterlebt.

Welches sind deine Arbeitsbereiche?

Meine Arbeit lässt sich in drei Hauptbereiche gliedern. Die Bildbearbeitung im Studio von Bildern, die ich meist digital erhalte, ist der erste Bereich. Im Bereich der Fotografie erstelle ich einerseits Studioaufnahmen von Objekten oder Personen, also Porträts, und andererseits mache ich Reportagen, für die ich beim Kunden vor Ort fotografiere. In einen dritten Bereich gehört das Bild-Composing, bei dem ich bespielsweise einen Hintergrund in ein Porträt hineinretouchiere.

Welche Aufnahmen machst du am liebsten?

Am liebsten sind mir die externen Reportagen, für die ich vor Ort beim Kunden bin. Das bietet mir viel Abwechslung und Kontakt mit Menschen, was ich sehr schätze.

Wo fotografierst du häufiger: im Studio oder vor Ort?

Im Studio.

Welches waren spezielle Orte, die du für Aufnahmen besucht hast und die dir im Gedächtnis geblieben sind?

Einmal habe ich im Schloss Jegenstorf fotografieren dürfen, das war eine schöne Erfahrung. Auch ein Shooting von Oldtimern hat mir sehr gefallen. Besonders interessant war eine Fotoserie zu Antiquitäten in Lausanne, bei der ich im Vorhinein nie wusste, um welches Objekt es gehen würde. Ich mochte diesen Überraschungseffekt.

Was für eine Ausrüstung nimmst du mit zu den Kunden?

Das kommt auf den Auftrag an. Normalerweise dürfen jedoch die Blitzlichtanlage inklusive Lampen, Objektive, Kameras und ein Laptop nicht fehlen.

Wie läuft ein externer Fototermin ab?

Üblicherweise findet zu Beginn ein Briefing statt, das je nach Auftrag direkt vom Kunden oder auch von einem Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung durchgeführt wird. Meistens kommt jemand dieser Abteilung dann auch mit zum Kunden, wo man zusammen mit dem Kunden das genaue Vorgehen bespricht. Häufig führe ich vor dem Fotografieren auch noch eine Ortsbesichtigung ohne Kamera durch, um mir ein Bild von der Umgebung machen zu können. Sobald alles klar ist, folgt die ganze technische Einrichtung, und danach kann ich loslegen mit Fotografieren. Nach dem Shooting werden die besten Bilder vor Ort oder im Studio in Absprache mit dem Kunden ausgewählt. Die ausgewählten Bilder werden danach bearbeitet und zum Schluss an den Kunden verschickt.

Worauf achtest du während der Aufnahme vor Ort?

Das Wichtigste sind ganz klar die Lichtverhältnisse. Bei Porträts kommt dazu noch die Erscheinung der Personen, wie Kleider und Frisuren. Eine wichtige Aufgabe ist dabei das Erteilen von Anweisungen, insbesondere wenn eine Gruppe von Personen beteiligt ist. Hier schaue ich darauf, wie ich die Leute gruppiere, welchen Ausschnitt ich wähle und dass das Ganze effizient abläuft. Gleichzeitig versuche ich stets, den Kundenwünschen gerecht zu werden und diese gezielt umzusetzen.

Was war die schwierigste Situation bei einer Aufnahme vor Ort?

Schwierige Situationen beschränken sich generell auf technische Schwierigkeiten, zum Beispiel die richtigen Lichtverhältnisse. Speziell anspruchsvoll ist das Fotografieren von Gemälden. Wenn diese auf Öl gemalt sind, muss ich aufpassen wegen der Spiegelung und möglichst mit Tageslicht arbeiten.

Was bietet Stämpfli im Bereich Fotografie und Bildbearbeitung den Kunden?

Wir erstellen insbesondere Produkteaufnahmen, Porträts und Reportagen für den Kunden. Ein Vorteil, den wir bieten, ist die Möglichkeit, dank moderner Blitzlichtanlagen sowohl drinnen als auch draussen shooten zu können. Wir haben Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Bereichen und mit unterschiedlichen Kunden. Als Beispiele könnte man die BEKB nennen, für die wir das Bildmaterial des Magazins «flash» erstellen, oder auch die Genossenschaft Elektra Jegenstorf, für die wir die neue Bildwelt mitentwickelt haben. Das Erstellen eines sogenannten «Mood» im Bild, also das Kreieren einer spezifischen, zum Produkt resp. zur Marke passenden Atmosphäre, welche die Grundlage einer eigenständigen Bildwelt bildet, ist eine Spezialität von mir.

Wie bist du zum Fotografieren gekommen?    

Der Anfang war ganz klar meine Ausbildung zum Lithografen, später kam jedoch auch eine private Leidenschaft dazu.

Du fotografierst also auch privat?

Ja, sehr viel.

Was macht für dich den Reiz am Fotografieren aus?

Als Fotograf gehst du mit anderen Augen durch die Welt, bist häufig schon auf der Suche nach neuen, geeigneten Motiven und hast einen Blick für Details. Besonders in der Natur oder bei Menschen finden sich reizvolle Sujets. Dabei geht es immer darum, das Objekt in Szene zu setzen, und dieses kann auch etwas Unauffälliges, Alltägliches sein, das dann in der Fotografie überrascht. Fotografie ist das Festhalten eines Momentes, es ist eine Kunstform, die mit Zoom, der Wahl des Ausschnittes und verschiedenen Stimmungen spielt und so einzigartige Muster und Details hervorheben kann.

Wie sammelst du deine Fotos privat?

Meistens lege ich sie digital ab oder erstelle Fotobücher. Ich habe auch schon Fotos auf Leinen drucken lassen.

Welches ist die schönste Erfahrung, die du beim privaten Fotografieren gemacht hast?

Ganz klar: Das war, als ich in Finnland einen Elch live in der Natur fotografiert habe.

Was möchtest du noch fotografieren?

Ich könnte mir vorstellen, mich mal an Architektur zu versuchen, oder auch eine Safari in Afrika würde mich reizen.

Vielen Dank für das Interview!

 

Ein Kommentar zu “Mitarbeiterporträt: hinter der Kamera

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