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5. Rang als Mediamatiker an den ICTSkills 2017

Als ich von meinem Lehrmeister dazu motiviert wurde, an den regionalen Meisterschaften Portrait: Cyril Kohlerals Mediamatiker teilzunehmen, hätte ich nicht erwartet, später den 5. Platz an den Schweizer Meisterschaften zu belegen.

Mein Lehrmeister sah die Regional-Meisterschaften als eine gute Möglichkeit, um mich auf die anstehenden Zwischenprüfungen vorzubereiten. Zu Beginn war ich jedoch eher skeptisch, die regionalen Meisterschaften beginnen bereits um 8.15 Uhr an einem Samstagmorgen in der BiCT in Ostermundigen. Das ist ein relativ weiter Weg für mich aus dem Berner Seeland. Dennoch habe ich die Chance erkannt und mich schliesslich angemeldet.

Am 18. März war es dann soweit, ich bestritt die regionale Meisterschaft und ging ohne grosse Erwartung nach Hause. «Ich habe mein Bestes gegeben und bin für die Zwischenprüfungen vorbereitet», dachte ich mir.

«Du hast dich qualifiziert!»

Ein paar Wochen später erhielt ich von meiner Unterstiftin mitgeteilt, dass ich mich für die Schweizer Meisterschaften qualifiziert habe. Zuerst wollte ich es nicht so ganz glauben, schliesslich hätte ich damit über mein Ziel hinausgeschossen. Nach Begutachtung der Rangliste gab es aber keine Zweifel mehr: Ich habe über mein Ziel hinausgeschossen, toll!

Die Schweizer Meisterschaften

Danach vergingen ein paar Wochen, und im Gegensatz zu den regionalen Meisterschaften fühlte ich mich überhaupt nicht vorbereitet. Ich war mir nicht so ganz bewusst, mit was für Aufgaben ich konfrontiert werde an diesem Tag. Ich befürchtete, dass ich knapp die Hälfte der Aufgaben lösen könne und die restlichen im Zeitdruck wegfallen werden.

Dort angekommen, erhielt ich zuerst ein kurzärmliges weisses Hemd, mit roten Detailstreifen und grossem „ICTskills 2017“-Aufdruck auf dem Rücken. Nebst den Experten waren diverse andere Gleichaltrige vor Ort, ein paar wenige kannte ich, da sie in derselben oder der Parallelklasse waren.

Die erste Aufgabe

Mit meinem neuen Hemd ausgerüstet, wurde ich meinem Platz zugewiesen. Dieser hielt sich sehr schlicht: Man erhält einen internetlosen Computer, auf welchem ein Ordner abgelegt ist, welcher das Briefing enthält und einige Bilder. Zuerst las ich das Briefing durch um mich zu orientieren. Grundlegend bestand der Auftrag darin, dass ich einer guten Kollegin, welche einen Bioladen eröffnet, in der Vermarktung helfe. Am Schluss des Briefings war das Bewertungsraster abgebildet, an dem man sich orientieren konnte, welche Aufgabe wie viele Punkte gibt. Als erste Aufgabe musste ich im Zeitrahmen von 8.30 bis 12 Uhr ein Marketingkonzept entwickeln. In diesem musste definiert werden, wo die Schwächen und wo die Stärken liegen, was die Ziele sind, wo der Fokus gesetzt wird und welche Massnahmen ergriffen werden, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Zu diesem ersten Teil musste man auch ein Logo gestalten und sich einen Namen für das Unternehmen ausdenken und begründen. Zudem musste ich auch bestimmen, wo der Laden geographisch gesehen liegen wird, und begründen wieso.

Beleaf

Den Laden taufte ich «Beleaf», als Zusammensetzung aus den Worten «Believe» (Deutsch: Glauben) und «Leaf» (Deutsch: Blatt). Ich nannte es so, um auf den Glauben an eine grüne, nachhaltige Zukunft hinzuweisen. Um dieses Wortspiel herum, baute ich das ganze Image der Marke auf. Als Logo zeichnete ich ein simples Baumblatt welches von zwei Kreisen umgeben war.

Den Laden platzierte ich übrigens an der Staufferstrasse in Biel. Begründet habe ich dies, indem ich erklärte, dass es dort viele Wohnblöcke gibt welche keinen Lebensmittelladen in der Nähe haben.

Übrigens, sowohl die regionale Meisterschaft wie auch die Schweizermeisterschaft werden auf Englisch bestritten, sämtliche Aufgabenstellungen und Antworten sind auf Englisch.

Der erste Teil war pünktlich am Mittag abgeschlossen, dann mussten wir die bisherige Arbeit per USB-Stick abgeben. So wird sichergestellt, dass wir uns am Mittag nicht untereinander austauschen können, um später die Arbeit zu verbessern.

Danach blieben noch 3 weitere Aufgaben übrig.

Als nächstes ging ich das Werbeplakat an, ein Werbeplakat welches die Eröffnung im November verkünden soll und sämtliche wichtige Informationen beinhaltet. Dafür verwendete ich das Adobe Tool InDesign, welches meist für Druckmaterial verwendet wird. Ich habe als Hintergrund ein Bild eines Brotes verwendet und zwei grüne Farbfelder, welche sich Diagonal über die ganze Fläche erstreckten. In diesen Feldern platzierte ich sämtliche Informationen.

Das Webdesign

Als nächstes musste ich eine Website gestalten. Natürlich musste ich diese nicht mit einer Programmiersprache aufsetzen, sondern nur das Design erstellen. Dafür verwendete ich wieder InDesign. Die Aufgabenstellung verlangte mindestens die Startseite und eine Produkteseite, sowohl als Computerscreen-Design wie aber auch Responsive-Design. Responsive-Design bezeichnet die angepasste Darstellung auf kleineren Geräten wie Smartphones oder Tablets. Es war relativ schwierig für mich, mit der kleinen Anzahl Bildern, welche wir zu Verfügung gestellt bekamen, etwas umzusetzen, was meinen Vorstellungen entsprach. Schliesslich war ich dann doch sehr zufrieden mit meinem Resultat.

Der Werbeclip

Als Nächstes kam der Teil, vor welchem ich am meisten Respekt hatte: das Zeichnen des Storyboards für einen Werbeclip, welcher 30 Sekunden dauern sollte. Ich hatte grossen Respekt, da ich nicht wirklich gut zeichnen kann. Also belief sich das Storyboard auf Strichmännchen und erklärende Texte.

Fototermin

Nachdem ich all dies nun abgeschlossen hatte, konnte ich guten Gewissens um 17 Uhr meine Arbeiten abgeben und begab mich in einen Nebenraum, wo sich sämtliche Teilnehmer und Experten, für ein Gruppenfoto einreihten. Nach dem Gruppenfoto waren wir dann entlassen und begaben uns auf den Heimweg.

Das Resultat

Es war ein früher Montagmorgen, ich war auf dem Weg zu Stämpfli. Plötzlich schrieb mir ein Klassenkamerad «Gratuliere» mit einem Bild im Anhang auf Whatsapp. Ich wurde Fünfter!

Ich war sehr überrascht, ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so gut schlagen würde in Anbetracht, dass jeder sehr ehrgeizig war und sein Bestes gab. Ich habe meine Erwartungen übertroffen.

Ich bin stolz auf mich und kann rückblickend sagen, dass es eine gute Erfahrung war und ich es jedem empfehlen kann, sich an den regionalen Meisterschaften zu versuchen.

Cyril Kohler mit Diplom in der Hand zwischen seinen beiden Betreuern

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