Internet

Chancenausgleich dank Open Source

Es gleicht einem Kampf von David gegen ein Heer von Goliaths: Wie können kleine und mittelgrosse Unternehmen im knallharten Online-Wettbewerb bestehen gegen Weltkonzerne wie Alibaba, Amazon und Zalando? Welche Chance haben Schweizer Hersteller und Handelsunternehmen gegen Software-Firmen mit internationalen Handelsplattformen?

Grosser und kleiner Footballspieler in Shirt mit Aufschrift GIANTS

Das Szenario fasziniert mit enormen Grössenunterschieden: Auf der einen Seite stehen die ganz Grossen: Amazon hatte Mitte 2017 weltweit in Software-Entwicklung, Testing und Entwicklungsmanagement über 6800 Stellen ausgeschrieben. Beim deutschen Handels- und Touristikkonzern REWE fanden wir über 50. Internationale Onlinehändler sind im Kern vor allem Software-Firmen und erst in zweiter Linie Händler. Und in der Schweiz? Die zur Migros gehörende Digitec/Galaxus hatte acht solche Stellen frei, in der Stämpfli AG hatten wir im Juni drei vergleichbare Positionen offen.

5 externe Spezialisten gegen 50 interne

An E-Commerce-Projekten von Stämpfli Internet arbeiten in der Regel fünf bis sechs Männer und Frauen rund sechs bis neun Monate lang während einem guten Teil ihrer Arbeitszeit. (Mit integriertem PIM-System können es auch doppelt so viele sein.)

  • Berater
  • Frontend- und Backend-Entwickler (2 bis 3)
  • Projektleiter
  • Web- bzw. Interaction-Designer

Bei führenden E-Shops dürften es pro Teilbereich etwa so grosse Teams sein, die sich ihren Lösungskomponenten permanent zu 100 Prozent widmen: Produktpräsentation, Suche, Empfehlungen, Kundenkonto, Warenkorb, Bestellprozess, Verfügbarkeit, Auftragsverfolgung, Produktbewertung, Analytics, … kein Wunder, sind individuelle Eigenentwicklungen besser durchoptimiert als die Online-Angebote der «Kleinen», wenn dafür ein X-facher Aufwand betrieben werden kann.

Die Chancen der Kleinen

Zwei grosse Chancen ermöglichen es kleinen Playern, gegen die Multis zu bestehen: Spezialisierung und Open Source. Der erste Punkt ist selbsterklärend, wer für seine Kunden das beste Angebot hat, muss die Konkurrenz weniger fürchten. Damit Kunden die tollen Angebote aber auch finden und gerne bestellen, ist gute Software unabdingbar. Und hier gibt es zum Glück Open Source.

Bis ins Jahr 2009 hat Stämpfli Internet noch selber Shop-Software von Grund auf entwickelt. Dann mussten wir feststellen, dass wir von Open-Source-Lösungen links und rechts überholt wurden. Seither setzen wir auf Magento und neu auf Magento 2, um E-Commerce-Lösungen für Schweizer Unternehmen effizient und in hoher Qualität zu erstellen. Damit sind wir nicht allein: In der Magento-Community kommt die Power von rund 150’000 Entwicklern zusammen. Neben einem leistungsfähigen Kernsystem stehen unzählige Erweiterungen zur Verfügung. Auch unsere zertifizierten Magento-Entwickler stellen Tools für die Community zur Verfügung und geben ihre Erfahrung auf internationalen Konferenzen weiter.

Chancenausgleich durch verschenken

Indem viele einer Gemeinschaft Leistungen kostenlos zur Verfügung stellen, profitieren alle. Wer bei Open-Source-Lösungen wie Magento oder unserem Content-Management-System TYPO3 mithilft, trägt bei zum Chancenausgleich zwischen Grossen und Kleinen. Man gibt einen kleinen Beitrag und bekommt eine grosse Leistung von der Community zurück. Gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, gehört zur Unternehmensphilosophie von Stämpfli wie HTML zur Website. Dazu passt das Open-Source-Prinzip perfekt. Nur dank diesen Grundsätzen können wir als mittelgrosse Webagentur unseren Kunden Lösungen anbieten, die im Wettbewerb noch lange bestehen können.

 

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