Imagefilm: Filmerei in Druckerei

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Nahaufnahme der Bogenoffsetmaschine.

Ein glänzender Katalog, eine attraktive Zeitschrift oder ein Werbeprodukt, das die Druckfrische förmlich riechen lässt – seit 1799 sind die Drucksachen der Stämpfli AG schon durch viele Hände gegangen. Nur: Woher das Produkt, in dem sich so schön blättern lässt, genau kommt, das wissen viele nicht. Wer durch den offenen Eingangsbereich am Berner Hauptsitz schlendert, bekommt zwar eine Ahnung von der aufwendigen Produktion – und trotzdem bleibt vieles offen. Was passiert hier alles? Welche Schritte gehören zu einem erfolgreichen Druck? Und wie arbeiten die Menschen zusammen? Um Licht ins Dunkel zu bringen, war sich das Marketingteam von Stämpfli schnell einig: Ein Imagefilm soll her.

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Broschüren im letzten Produktionsschritt auf dem Klebebinder.

Viele Drucksachen, die bei Stämpfli entstehen, überzeugen mit zweierlei: der Kraft der Bilder und der Kraft der Emotionen. Genau dieser Elemente sollte sich auch der Imagefilm bedienen. Ganz ohne gesprochenen Text einen Überblick in die Vielfalt der Arbeiten von Druckerei und Buchbinderei geben – das war das Ziel. Gemeinsam mit Marketing-Mitarbeiter Christian Stämpfli machte sich unser Marketing-Praktikant Daniel Honegger daran, das Projekt in Eigenregie umzusetzen. Für den Anhänger audiovisueller Kommunikation eine spannende Herausforderung. Und das mit überschaubaren Mitteln und engem Zeitplan. Vor den knapp dreitägigen Dreharbeiten brauchte es nur eines: den Drehplan. Welche Szenen, Orte und Menschen Einzug in den Film halten sollen, diese Angaben finden auf knapp zwei Seiten Platz.

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Daniel Honegger hält die Falzmaschine fest.

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Die fertigen Produkte werden im hauseigenen Fotostudio ins Licht gerückt.

Alle Schritte zum Produkt

Und dann ging es los. Bepackt mit Kamera, Stativ und grosser Motivation in die heiligen Hallen der Stämpfli Produktion. Welche Mitarbeiter aus Druckerei und Buchbinderei im Film zu sehen sein sollen, entschied das Macherduo erst vor Ort. Und das brauchte kaum Überzeugungskraft: Die Aussicht, ihre Arbeit einem grösseren Publikum vorzustellen, war den engagierten Mitarbeitern Motivation genug. In verschiedensten Einstellungen fasste das Team zusammen, was in der Stämpfli Produktion passiert – und das in der Reihenfolge des Produktionsprozesses: Farbe einfüllen, Druckplatten bespielen, Bogen- und Rollenoffsetdruckmaschine bedienen. Danach falzen, schneiden, binden oder kleben – und zum Schluss kamen die Nahaufnahmen druckfertiger Kundenbeispiele und Referenzen in den Kasten. Selbst die letzten Schritte zum Film – Postproduktion, Schnitt und Musikauswahl – alles passierte inhouse. In zwei Minuten zeigt der Film alles, was Arbeiten und Wirken in der Stämpfli Produktion ausmacht. Oder fast. Der frische Duft gedruckten Papiers und der grosse Einsatz der beteiligten Mitarbeitenden, bringt auch die beste Videokamera nicht rüber.

Text: Marc Perler

Beeindruckende Vielfalt im Digitaldruck

Wachsende Produktion in ungewohnter Ruhe

Was dem Besucher in unserer Digitaldruckerei in Zürich-Wallisellen zuerst auffällt, ist die Ruhe – im Gegensatz zu einer klassischen Offsetdruckerei fehlt die typische Geräuschkulisse der Maschinen. Vier Digitaldruckanlagen für unterschiedliche Anforderungen bezüglich Farbe und Format bewältigen das stetig wachsende Produktionsvolumen. In der Weiterverarbeitung erhalten die Produkte die gewünschte Form (Schneiden, Falzen, Stanzen, Perforieren) oder werden zu fertigen Broschüren geheftet oder klebegebunden.

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Individualisierte Endprodukte und breites Angebot

Das Digitaldruckverfahren eignet sich hervorragend für kleinere Auflagen und besonders für die personalisierte und damit individuelle Ansprache Ihrer Zielgruppen. Dank den kurzen Herstellungszeiten können die Informationen stets topaktuell gehalten werden. Jedes Exemplar ist ein Unikat, und so können originelle und clevere personalisierte und individualisierte Kommunikationskonzepte problemlos und kostengünstig umgesetzt werden. Die Produktpalette reicht von Werbedrucksachen wie Visitenkarten, Flyern oder Broschüren, POS-Materialien oder Lerndokumentationen bis zu Geschäftsberichten, Kundenmagazinen oder individualisierten Verkaufsdokumentationen. Spannend sind auch Hybridproduktionen, mit einem im Offsetverfahren produzierten Vordruck und dem individuellen Eindruck im Digitaldruck. Selbst bei der Auswahl des gewünschten Papiers steht eine grosse Auswahl an verschiedenen Sorten von 80 bis 350 g/m2 zur Verfügung.

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Effiziente Auftragsabwicklung

Das kleine, motivierte Team mit zehn Personen verarbeitet bis zu 500 Aufträge pro Monat und ermöglicht dank seiner Flexibilität und Schnelligkeit manch unmöglich scheinenden Termin. Noch schneller und einfacher erfolgt die Bestell- und Auftragsabwicklung über unser Web-to-Print-Portal SMART_Lab mit Produktauswahl, Warenkorb und transparentem Ablauf.

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Interessieren Sie sich für unsere Dienstleistungen? Michael Kriegel, Kundenberater Digitaldruck, kümmert sich gerne um Ihr Anliegen.

E-Mail: michael.kriegel@staempfli.com, Tel. +41 44 309 90 80

Kundenanlass im taZ

Was haben die Stämpfli AG, die Räumlichkeiten des Toni-Areals und eine Ballettprobe gemeinsam? Die Antwort darauf finden Sie in diesem Artikel.

Die Tanz Akademie Zürich (taZ) ist Teil des Departements Darstellende Künste und Film der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und gehört zu den angesehenen Ballettschulen auf nationaler und internationaler Ebene. Mit ihrer professionellen Tanzausbildung bereitet sie talentierte junge Menschen zwischen etwa 11 und 19 Jahren auf ihre künftige Laufbahn als Bühnentänzer vor. Mit dem Umzug in das neue Toni-Areal im Sommer 2014 erfolgte die Zusammenführung der gesamten ZHdK in einen Campus der Künste. Der Einzug in neue, helle Tanzstudios in einem ehemaligen Industriegebäude war zukunftsweisend – hier spriesst und gedeiht Kultur.

Tanzstudios

Die neuen Tanzstudios im Toni-Areal

Die Partnerschaft zwischen der Stämpfli AG und der taZ besteht seit 2014. Stämpfli setzt sich für Jugend-, Sport- und Kulturförderung ein. Indem die taZ diese Bereiche vereint, wird sie zur idealen Institution für eine Unterstützung durch die Firma. So werden das Programmheft sowie die DVD-Hüllen zur Aufführung «fussspuren» jährlich von Stämpfli gedruckt. Im Gegenzug dazu profitiert Stämpfli von der Möglichkeit, im Raum Zürich mit einem Sponsoring aufzutreten, kommt in den Genuss von Gratiseintritten und darf exklusive Kundenanlässe vor Ort durchführen, um den Kunden einen Einblick in den anspruchsvollen und bereichernden Ausbildungsalltag der jungen Nachwuchstalente zu bieten.

Tanzprobe

Einblick in eine exklusive Tanzprobe

So konnte im Rahmen dieser Partnerschaft am 27. September 2016 ein attraktiver Kundenanlass im Toni-Areal durchgeführt werden. Nach einer kurzen Einführung vonseiten der taZ durften die geladenen Gäste einer exklusiven Ballettprobe mit einem renommierten Gastchoreografen beiwohnen. Auf einem Architekturrundgang konnte ein Blick in die eindrücklichen Räumlichkeiten des Areals geworfen werden. Die Dachterrasse bot zum Abschluss das optimale Ambiente für einen angenehmen Austausch mit den anwesenden Gästen. Aufgrund des durchwegs positiven Feedbacks darf man auf weitere horizonterweiternde Veranstaltungen in diesem Rahmen hoffen.

Dachterrasse

Endstation Dachterrasse

Mitarbeiterporträt: hinter der Kamera

Die Medienvorstufe der Stämpfli AG verfügt in ihrer Bildabteilung über hochmoderne Techniken zur Bilderstellung und Bildbearbeitung. Die Fotos können direkt im eigenen Fotostudio oder auch vor Ort beim Kunden geshootet werden, und in den Bereichen Produktfotografie (Sachaufnahmen, Aufnahme von Verpackungen), Porträtfotografie und Businessfotografie (Corporate-Fotografie, Firmenporträt) werden attraktive Dienstleistungen angeboten. Für Beat Remund, der seit fünf Jahren in der Abteilung arbeitet, ist die Fotografie Beruf und Leidenschaft zugleich.

Bildbearbeitung im Fotostudio

Bildbearbeitung im Fotostudio

Interview

Redaktionsleitung: Welchen beruflichen Hintergrund hast du?

Beat Remund: Ich habe Lithograf gelernt und so die Entwicklung von der physischen Bildherstellung (Scan und Film) und der Repro-Kamera bis hin zur Digitalkamera und zur elektronischen Bildbearbeitung miterlebt.

Welches sind deine Arbeitsbereiche?

Meine Arbeit lässt sich in drei Hauptbereiche gliedern. Die Bildbearbeitung im Studio von Bildern, die ich meist digital erhalte, ist der erste Bereich. Im Bereich der Fotografie erstelle ich einerseits Studioaufnahmen von Objekten oder Personen, also Porträts, und andererseits mache ich Reportagen, für die ich beim Kunden vor Ort fotografiere. In einen dritten Bereich gehört das Bild-Composing, bei dem ich bespielsweise einen Hintergrund in ein Porträt hineinretouchiere.

Welche Aufnahmen machst du am liebsten?

Am liebsten sind mir die externen Reportagen, für die ich vor Ort beim Kunden bin. Das bietet mir viel Abwechslung und Kontakt mit Menschen, was ich sehr schätze.

Wo fotografierst du häufiger: im Studio oder vor Ort?

Im Studio.

Welches waren spezielle Orte, die du für Aufnahmen besucht hast und die dir im Gedächtnis geblieben sind?

Einmal habe ich im Schloss Jegenstorf fotografieren dürfen, das war eine schöne Erfahrung. Auch ein Shooting von Oldtimern hat mir sehr gefallen. Besonders interessant war eine Fotoserie zu Antiquitäten in Lausanne, bei der ich im Vorhinein nie wusste, um welches Objekt es gehen würde. Ich mochte diesen Überraschungseffekt.

Was für eine Ausrüstung nimmst du mit zu den Kunden?

Das kommt auf den Auftrag an. Normalerweise dürfen jedoch die Blitzlichtanlage inklusive Lampen, Objektive, Kameras und ein Laptop nicht fehlen.

Wie läuft ein externer Fototermin ab?

Üblicherweise findet zu Beginn ein Briefing statt, das je nach Auftrag direkt vom Kunden oder auch von einem Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung durchgeführt wird. Meistens kommt jemand dieser Abteilung dann auch mit zum Kunden, wo man zusammen mit dem Kunden das genaue Vorgehen bespricht. Häufig führe ich vor dem Fotografieren auch noch eine Ortsbesichtigung ohne Kamera durch, um mir ein Bild von der Umgebung machen zu können. Sobald alles klar ist, folgt die ganze technische Einrichtung, und danach kann ich loslegen mit Fotografieren. Nach dem Shooting werden die besten Bilder vor Ort oder im Studio in Absprache mit dem Kunden ausgewählt. Die ausgewählten Bilder werden danach bearbeitet und zum Schluss an den Kunden verschickt.

Worauf achtest du während der Aufnahme vor Ort?

Das Wichtigste sind ganz klar die Lichtverhältnisse. Bei Porträts kommt dazu noch die Erscheinung der Personen, wie Kleider und Frisuren. Eine wichtige Aufgabe ist dabei das Erteilen von Anweisungen, insbesondere wenn eine Gruppe von Personen beteiligt ist. Hier schaue ich darauf, wie ich die Leute gruppiere, welchen Ausschnitt ich wähle und dass das Ganze effizient abläuft. Gleichzeitig versuche ich stets, den Kundenwünschen gerecht zu werden und diese gezielt umzusetzen.

Was war die schwierigste Situation bei einer Aufnahme vor Ort?

Schwierige Situationen beschränken sich generell auf technische Schwierigkeiten, zum Beispiel die richtigen Lichtverhältnisse. Speziell anspruchsvoll ist das Fotografieren von Gemälden. Wenn diese auf Öl gemalt sind, muss ich aufpassen wegen der Spiegelung und möglichst mit Tageslicht arbeiten.

Was bietet Stämpfli im Bereich Fotografie und Bildbearbeitung den Kunden?

Wir erstellen insbesondere Produkteaufnahmen, Porträts und Reportagen für den Kunden. Ein Vorteil, den wir bieten, ist die Möglichkeit, dank moderner Blitzlichtanlagen sowohl drinnen als auch draussen shooten zu können. Wir haben Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Bereichen und mit unterschiedlichen Kunden. Als Beispiele könnte man die BEKB nennen, für die wir das Bildmaterial des Magazins «flash» erstellen, oder auch die Genossenschaft Elektra Jegenstorf, für die wir die neue Bildwelt mitentwickelt haben. Das Erstellen eines sogenannten «Mood» im Bild, also das Kreieren einer spezifischen, zum Produkt resp. zur Marke passenden Atmosphäre, welche die Grundlage einer eigenständigen Bildwelt bildet, ist eine Spezialität von mir.

Wie bist du zum Fotografieren gekommen?    

Der Anfang war ganz klar meine Ausbildung zum Lithografen, später kam jedoch auch eine private Leidenschaft dazu.

Du fotografierst also auch privat?

Ja, sehr viel.

Was macht für dich den Reiz am Fotografieren aus?

Als Fotograf gehst du mit anderen Augen durch die Welt, bist häufig schon auf der Suche nach neuen, geeigneten Motiven und hast einen Blick für Details. Besonders in der Natur oder bei Menschen finden sich reizvolle Sujets. Dabei geht es immer darum, das Objekt in Szene zu setzen, und dieses kann auch etwas Unauffälliges, Alltägliches sein, das dann in der Fotografie überrascht. Fotografie ist das Festhalten eines Momentes, es ist eine Kunstform, die mit Zoom, der Wahl des Ausschnittes und verschiedenen Stimmungen spielt und so einzigartige Muster und Details hervorheben kann.

Wie sammelst du deine Fotos privat?

Meistens lege ich sie digital ab oder erstelle Fotobücher. Ich habe auch schon Fotos auf Leinen drucken lassen.

Welches ist die schönste Erfahrung, die du beim privaten Fotografieren gemacht hast?

Ganz klar: Das war, als ich in Finnland einen Elch live in der Natur fotografiert habe.

Was möchtest du noch fotografieren?

Ich könnte mir vorstellen, mich mal an Architektur zu versuchen, oder auch eine Safari in Afrika würde mich reizen.

Vielen Dank für das Interview!

 

Schweizer Studie: 56 Prozent der Senioren sind online

Pro Senectute liess die Nutzung des Internets und von mobilen Endgeräten – Smartphones und Tablets – in der Generation 65+ untersuchen. Die Studie des Zentrums für Gerontologie der Universität Zürich zeigt: Der Anteil der Senioren, die das Internet nutzen, hat seit 2010 um 47 Prozent zugenommen. 

Auf die gesamte Bevölkerung ab 65 Jahren umgerechnet, nutzen 56 Prozent das Internet, ein Drittel verfügt über Tablet oder Smartphone. Über alle Altersgruppen lag die Internetnutzung 2014 gemäss Bundesamt für Statistik bei rund 88 Prozent. Die Älteren haben also noch Steigerungspotenzial.

Schweizer-Studie-Digitale-Senioren-2015

Rasch geknippst, nicht so schnell gelesen: Die gedruckte Studie auf 108 Seiten im Format A4.

Onliner fühlen sich dank dem Internet sozial integrierter. Sie glauben, dass sie mit Hilfe des Internets länger selbständig bleiben können. Für technikferne Senioren ohne Internetzugang hingegen, wird es schwieriger, an Informationen und Dienstleistungen heranzukommen. Mehr als die Hälfte der Offline-Senioren bittet dazu Partner, Kinder, Enkelkinder oder Freunde um Hilfe.

Das Internet erhöht das Sicherheitsgefühl

Online-Senioren fühlten sich sicherer, da sie, auch dank einfach bedienbarer Endgeräte wie Tablets und Smartphones, rascher und zielgerichteter Hilfe holen könnten, bilanziert Pro Senectute Schweiz. Zweifellos tragen E-Mail und Internet-Telefonie dazu bei, dass soziale Kontakte auch über grosse Distanzen aufrecht erhalten werden können. Weitere Informationen zur Anfang Mai 2015 veröffentlichten Studie «Digitale Senioren» gibt es bei Pro Senectute.
Gedruckt und gebunden wurde die Studie übrigens bei Stämpfli AG in Bern – sie sieht in Natura total scharf aus, im Gegensatz zum getwitterten Schnappschuss des Autors, der hier auch als Beitragsbild dient.